Wie eine Stunde am Tag dein Leben verändern könnte

Wie eine Stunde am Tag dein Leben verändern könnte

Der Grund dafür, warum viele Menschen keine Zeit haben, um mehr aus ihrem Leben zu machen

Ich habe vor kurzem in einem interessanten Artikel gelesen, dass der durchschnittliche US-Bürger im Schnitt 3-6 Stunden Fernsehen pro Tag schaut. Um diese Zahlen etwas besser zu verdeutlichen, muss man das Ganze mal auf ein Jahr hochrechnen.

Wenn du jeden Tag drei Stunden Fernsehen schauen solltest, dann verbringst du in einem Jahr ganze 46 Tage vor der Glotze. Bei einem exzessiven Fernsehkonsum von gar sechs Stunden, verbringst du dann sogar ganze 91 Tage vor dem Fernsehgerät und das jedes Jahr. Nehmen wir diese Zahlen, bedeutet es, dass du 12 – 24% des Jahres diesem „Hobby“ widmest.

Wenn du noch einer festen Beschäftigung nachgehen solltest, dann wirst du im Durchschnitt 8 Stunden arbeiten. Wenn wir von den 24 Stunden eines Tages diese Stunden abziehen, sowie die 7 Stunden Schlaf, dann bleibt nicht mehr viel übrig.

Der Grund, warum ich diese Zahlenspiele vornehme? Ganz einfach, unterhält man sich mit Menschen in seinem Umfeld, zum Thema Geldanlage und Vermögensaufbau, dann kommt früher oder später immer das Argument, nicht genug Zeit zu haben. Die verbleibende Freizeit sei einfach zu kostbar, um sich dann auch noch nach einem stressigen Arbeitstag mit solchen Themen zu beschäftigen. Dann doch lieber einen entspannenden Abend vor dem Fernseher genießen und sich mit etwas seichter Unterhaltung berieseln lassen.

Fernsehen verblödet und stiehlt deine Lebenszeit

Zum einen stiehlt dir diese Angewohnheit wertvolle Lebenszeit, die du mit dem Wissensaufbau verbringen könntest. Zum Anderen, führt langjähriger Fernsehkonsum zu Verblödung und Mittelmäßigkeit. Die Werbung mag den ein oder anderen zusätzlich noch dazu verleiten, sich Dinge zu kaufen, die er gar nicht benötigt. Schließlich wollen die Unternehmen uns dazu bewegen, ihre Produkte zu kaufen. Die Werbung soll uns schließlich dazu animieren.

Ich schaue überhaupt kein Fernsehen mehr und habe es komplett aus meinem Leben verbannt. Stattdessen schaue ich vielleicht zwei Stunden pro Woche meine Lieblingssendungen oder Filme auf Netflix, wenn mir mal danach ist.

Den überwiegenden Anteil meiner Freizeit verbringe ich mit dem Wissensaufbau, dazu lese ich sehr viele Bücher, verfolge verschiedene Blogs oder lese Artikel, die mich interessieren. Dieses zeitstehlende Fernseh-Monster, welches mir vermutlich schon etliche Monate meiner wertvollen Lebenszeit gestohlen hat, vermutlich kaum zu beziffern.

Eine Stunde am Tag reicht, um einen Unterschied zu machen

Natürlich bin ich das eine Extrem. Nicht jeder ist daran interessiert 80% seiner Freizeit den Themen der finanziellen Bildung, Börse und Investments zu widmen. Für mich ist es inzwischen zu einer Leidenschaft geworden. Aus diesem Grund schreibe ich schließlich auch Artikel wie diesen.

Meine Botschaft ist aber die Folgende: Wenn du irgendwann mal aus dem Hamsterrad herauskommen möchtest, in dem der überwiegende Anteil der Bevölkerung gefangen ist, dann solltest du dir überlegen, ob du weiterhin so viel Lebenszeit für Fernsehen opfern möchtest.

Wenn du die Energie aufbringen kannst, nur eine Stunde jeden Tag aus deinem Tagesablauf herauszuschneiden, um dich mit dem Thema Vermögensaufbau zu beschäftigen, dann wirst du sehr schnell feststellen, dass es keine verschwendete Zeit ist, im Gegensatz zum Fernsehkonsum. Vielleicht entwickelst du mit der Zeit auch Freude an dem Thema und mit dem Eintreten der ersten Erfolge.

Ich bin mir sicher, dass fast jeder eine Stunde am Tag, mit der richtigen Motivation, aus seinem Tagesablauf herauspressen könnte, ohne große Verluste an Lebensqualität.

Wenn du dich hier wiederfinden solltest, dann schreibe doch mal jeden Tag nieder, wie viel Zeit du womit verbringst. Du wirst sicher schnell sehr viele Möglichkeiten entdecken, wo du Zeit einsparen könntest.

Zeitfresser: Facebook, Instagram, Socialmedia und Co. 

Wie sieht es denn mit diesen Zeitfressern aus? Ein durchschnittlicher Smartphonenutzer greift pro Tag etwa 214 mal zu seinem Gerät. Oft aus purer Langeweile, oder um zu schauen, ob jemand geschrieben hat, einen Beitrag geliked hat oder das neueste Bild aus dem Urlaub, um die Freunde und Verwandte neidisch zu machen. Insgesamt verbringt er damit unbemerkt 3 Stunden und 16 Minuten pro Tag, oder 22 Stunden pro Woche. Fast ein ganzer Tag!

Ich denke spätestens hier finden sich all diejenigen wieder, die wie ich kein Fernsehen schauen. Es ist die andere zeitfressende Krankheit unserer heutigen Epoche. Fluch und Segen zugleich. Und auch ich bin eines der Opfer. Aber ich versuche mein Smartphone-Nutzungsverhalten zu reduzieren. Was hat man nur früher gemacht, als es noch diese klobigen Nokia Handys gab?! Kaum noch vorstellbar.

Spätestens hier sollte jeder einmal kritisch hinterfragen, ob die dafür aufgebrachte Zeit wirklich in einem guten Verhältnis zum Nutzen steht.

Könnten wir nicht so viel mehr aus unserem Leben machen?

Ich hoffe, dieser Artikel hat euch gefallen und etwas zum Nachdenken angeregt. Ich freue mich auf euer Feedback.

Bis dahin, euer Nullzinssparer.

4 Comments
  • Christian H.

    14. Oktober 2017 at 13:37 Antworten

    Hallo Michael,

    auch hier bin ich ganz bei Dir und finde mich in Deinen Argumenten voll wieder.
    Ergänzen könnte ich es noch um eine weiteres, aus meiner Sich fatales Ergebnis der Fernsehkultur.

    Ich bin in der ehemaligen DDR geboren und habe da bis zu meinem 10. Lebensjahr gelebt. Als ich Kind war wurde da sehr wenig TV geschaut, weil es außer heimlich Westfernsehen kaum erträgliches Fernsehen gab, so erzählt man mir.

    In meinem Ort gab es drei Kneipen. Nicht dass ich ein Kneipengänger wäre. Aber damals waren das soziale Treffpunkte. Wenn ich da als Kind hin bin, um eine Brause zu kaufen, waren die Kneipen voller Leute.
    Oder in einem von meinem Elternhaus nahegelegenem Mehrfamilienblock-Areal gab es immer am Abend draußen sitzende Leute. Die saßen da und unterhielten sich.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Ich erinnere mich an einen lebendigen Ort, in dem es vielerlei soziale Treffpunkte gab.

    Heute, wenn ich am Abend durch den Ort laufe, ist der menschenleer. Man begegnet keinem Niemandem. In allen Fenstern sieht man es flimmern, sie schauen alle fern. Das ist so traurig, so Tod.

    Ich habe noch nie einen eigenen Fernseher gehabt. Das ist bei mir zuhause einfach so nicht üblich gewesen. Von daher habe einen großen Vorteil: ich brauchte mir das nicht abzugewöhnen.

    Fernsehende Leute zu sehen ist auch so traurig für mich. Ich habe hier eine Nachbarin, die ist so um die 80, die schaltet schon morgens halb 8 den Fernseher ein und der läuft dann den ganzen Tag. Die Frau putz nicht selbst(da kommt die Putzfrau), die Frau kocht kaum selbst (das wird geliefert) – wenn sie nicht mal telefoniert oder kurz Besuch bekommt, schaut sie den ganzen Tag fern. Die schaut geschätzt 12 h TV am Tag. Das ist doch traurig! Ein Leben lang freut man sich auf die Rente, um dann – TV zu schauen? Schreckliche Vorstellung.

    Schönes Wochenende alle miteinander
    Christian

    • nullzinssparer

      14. Oktober 2017 at 14:03 Antworten

      Hallo Christian,

      Danke für deinen Kommentar. Ich finde es unendlich traurig, dass gerade auch viele ältere Menschen in ihrem Leben nach der Zeit als Arbeitnehmer oft in einem solchen, wie von dir geschilderten Alltag, vor sich hin leben.
      Leider auch sehr oft deswegen, weil sie zu Lebzeiten nicht genug verdient haben können oder sparen konnten, um einen aktiveren Ruhestand erleben zu können. Das musste ich leider in meinem eigenen Umfeld schon miterleben. Ein weiterer Punkt, der mich antreibt.
      Grüße, Michael

  • Ivy

    13. Dezember 2017 at 8:11 Antworten

    Hallo Michael,

    ich gucke kein traditionelles Fernsehen, sondern viel Netflix. Da habe ich jetzt allerdings auch einen Riegel vorgeschoben und meinen Account zu Dezember gekündigt. In 2 Tagen läuft es aus. Ich denke, die erste Zeit wird es schon gewisse „Entzugserscheinungen“ geben, aber dann werde ich die Zeit sicher sinnvoll und nachhaltig nutzen können. Zum Beispiel für Sport, lesen oder bloggen… 🙂

    Viele Grüße,
    Ivy

    • nullzinssparer

      13. Dezember 2017 at 18:39 Antworten

      Hallo Ivy,

      das ist sehr löblich. Es wird deiner Produktivität und persönlichen Weiterentwicklung sicher enorm helfen. Wenn man ein Thema hat, für das man brennt, dann braucht man kein Fernsehen mehr. Das lenkt nur unnötig ab. Ein bis zweimal die Woche schaue ich aber doch ganz gern einen Film oder eine Serienfolge auf Netflix. Solange man seine Prioritäten richtig setzt, schadet es nicht. Es kommt immer auf die Dosis an. Ich wünsche Dir viel Erfolg, bei der Umsetzung deiner Ziele! Danke fürs Reinlesen und bis bald!
      p.s.: solltest Du einen Blog starten, lass es mich wissen 🙂
      Grüße
      Michael

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